Nahmobilitätskonzept

Barrieren behindern die Nahmobilität im Stadtteil

Barrieren und Zäsuren prägen das Stadtbild

Das Programmgebiet weist unter dem Aspekt der Mobilität viele Zäsuren und Barrieren auf. Die Stadteingänge zu Osterfeld Mitte sind geprägt durch Brücken- und Tunnelbauwerken, die neben verkehrstechnischen Engpässen, Angsträume und Barrieren darstellen. Innerhalb der Wohngebiete existieren durchweg geschwindigkeitsreduzierte Bereiche, dennoch fehlt es an vielen Stellen an Verknüpfungs- und Übergangspunkten zu den einzelnen Quartieren. Die Anbindung an angrenzende Stadtteile ist weitestgehend vorhanden. Ein großes Potential sind die abseits von den Straßen vorhandenen Fuß- und Radwegeverbindungen über alte Bahntrassen und Industriewege, die stärker vernetzt werden sollen.

Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt Osterfeld“ wurde daher ein (Nah-) Mobilitätskonzept Osterfeld inkl. Beleuchtungskonzept beauftragt (nach Nr.9 Abs.1b FRL 2008). Das Ziel des Mobilitätskonzeptes ist es, die Erreichbarkeit im Programmgebiet, die Aufenthalts-, Wohn- und Lebensqualität und die Verbindungen zu den übrigen Stadtteilen sowie Nachbarstädten unter Berücksichtigung aller Verkehrsarten zu untersuchen und zu verbessern. Dabei sollen neben den klimaschutzrelevanten Themen, den Aspekten „Gesundheitsförderung“ und „Reduzierung von Barrieren“ besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Zur Erstellung des Nahmobilitätskonzeptes wurde das Verkehrsplanungsbüro IKS aus Kassel beauftragt. Das Beleuchtungskonzept wurde durch die Firma Licht-Design-Engineering Kober aus Dortmund erarbeitet.

Verbesserung und Optimierung von Wegeverbindungen

Beispiel zur Verbesserung der Ausleuchtung von Gehwegbereichen

Das Konzept umfasst die Planung und Verbesserung von Wegeverbindungen, welche das bestehende Verkehrsnetz ergänzen bzw. optimieren sollen. Zur Erhöhung der Lebensqualität und Schonung der Umwelt wird eine Verlagerung von Fahrten mit dem PKW auf den Umweltverbund sowie eine Aufwertung des Straßenraumes und der Fuß- und Radwegeverbindungen u.a. durch ein Beleuchtungskonzept angestrebt.

Wesentlicher Aspekt der Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes ist der partizipative Ansatz. Die Bürger/-innen des Programmgebiets wurden in zwei Workshops, die im Januar und April 2017 stattfanden, in den Prozess eingebunden und können sich aktiv beteiligen. Eine Infoveranstaltung im Stadtteilbüro am 05.10.2017 bot interessierten Bürger/-innen zudem die Möglichkeit noch einmal mit den Planer/-innen ins Gespräch zu kommen.

Parallel zur Aufstellung des Nahmobilitätskonzepts inkl. Beleuchtungskonzept Osterfeld wird im Rahmen des Stadterneuerungsprozesses Oberhausen Osterfeld ein Freiraumentwicklungskonzept aufgestellt. Wesentliche Analyseschritte und Beteiligungsverfahren werden somit sinnvoll aufeinander abgestimmt.